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Klavierquartett c-Moll wird zum ersten Mal in der Schweiz gespielt
Die Besucher des GAIA Musikfestivals in Thun können sich auf eine Premiere freuen: am 7. Mai wird das Klavierquartett c-Moll von Robert Schumann in der Schweiz erstaufgeführt.
Der Pianist Roman Zaslavsky spielt das Stück in einer bislang nie gehörten Fassung, deren Ursprung auf das Jahr 1829 zurückgeht. Robert Schumann schwankte damals zwischen Rechtsstudium und seiner schöpferischen Arbeit am Piano und hat das Quartett nie fertig gestellt, aber Notizen zur geplanten Vollendung hinterlassen.
Anhand dieser Aufzeichnungen hat Roman Zaslavsky nun das Quartett vervollständigt, er spielt es im Rahmen einer Hommage an Robert Schumann, zusammen mit Lena Neudauer – Violine, Emi Ohi Resnick – Viola und Timora Rosler – Cello. Beim Konzert am 7. Mai, dem 2. von insgesamt fünf Konzerten, wird ausschliesslich Schumann gespielt.
„Wir sind sehr stolz, dass wir Robert Schumann anlässlich seines 200. Geburtstags mit einer Erstaufführung ehren können, und dazu noch in Bestbesetzung“, so Gwendolyn Masin, Violinistin und künstlerische Leiterin des GAIA Festivals.
Der Festivalname GAIA, in der griechischen Mythologie die Erde in Göttergestalt, ist Programm: es geht ums Elementare, um Fruchtbarkeit, um Geburt, darum, wie aus Altem Neues entsteht. „Wir wollen Kammermusik aus dem Museum holen und zu neuem Leben erwecken – das jetzt vervollständigte Stück von Schumann bringt das perfekt zum Ausdruck“, so Masin.
„Das Neue entsteht nur aus dem Alten, und die Kraft, etwas Neues zu schaffen, schöpfen wir aus unserem Erbe, in diesem Fall aus unserem musikalischen Erbe - dafür bildet Thun mit seinen historischen Veranstaltungsräumen den perfekten Rahmen“, sagt der organisatorische Leiter des Festivals, der Berner Architekt Christoph Ott.
Das GAIA Musikfestival findet zum zweiten Mal in Thun statt, und zwar vom 6. bis 9. Mai 2010. Es gibt fünf Konzerte: 6. Mai, 19h, Kirche Amsoldingen; 7. Mai, 19h, Kirche Blumenstein; 8. Mai, 19h, Rittersaal Thun; 9. Mai, 11h, Schloss Oberhofen und 19h, Rittersaal Thun.
Zehn international renommierte Solisten kommen dafür nach Thun, dazu das Grazioso Kammerorchester des ungarischen Nationalen Philharmonie-Orchesters. Gespielt werden Werke von Atterberg, Bosso, Bach, Biber, Brahms, Bruch, Halvorsen, Mozart, Schubert, Schumann, Tschaikowsky, Vivaldi, Weiner und Ysaye.
Die Solisten sind: Violine: Gwendolyn Masin (Dublin, Bern), Emi Ohi Resnick (New York, Amsterdam), Lena Neudauer (München); Viola: Ilya Hoffmann (Moskau); Cello: Frans Helmerson (Bonn, Stockholm), Gavriel Lipkind (Frankfurt, Tel Aviv), Timora Rosler (Utrecht, Tel Aviv); Klavier: Robert Kulek (Riga, Amsterdam), Roman Zaslavsky (Karlsruhe, St. Petersburg); Fagott: Martin Kuuskmann (Talinn, Washington).
Zusätzlich gibt es sechs Meisterklassen für Violoncello (6. Mai), Violine (7.Mai) und Viola (8.Mai).
Vorverkauf: www.starticket.ch und www.bls.ch
Eintritt: CHF 48/58. Jugendliche bis 25: CHF 28/38.
Kinder bis 14 frei. Festivalpass CHF 200
Pressekontakt:
Shepard Fox Communications
Axel Schafmeister
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